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E-Rennräder: Alles was du über die Rennräder mit Motor wissen musst

E-Rennräder erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Doch was genau ist ein E-Rennrad? Wie funktioniert ein Rennrad mit Motor? Welche Zielgruppe sprechen E-Rennräder an? Und worauf solltest du beim Kauf eines E-Rennrads achten? All diese und noch viele weitere Fragen beantworten wir dir auf dieser Seite. Damit du mit deinem zukünftigen E-Rennrad maximalen Fahrspaß genießt. Weiterlesen

Was sind E-Rennräder?

Mühelos die Bergpässe hinauffliegen, mit ähnlichen Geschwindigkeiten wie die Profis bei der Frankreichrundfahrt – was im ersten Moment nur den besten Radfahrern der Welt vorbehalten zu sein scheint, ist seit einigen Jahren auch für jedermann und für jedefrau möglich. Der Grund sind E-Rennräder. Ausgestattet mit einem elektrischen Antrieb hast du mit den schnellen Flitzern die Möglichkeit, deine auf die Pedale gebrachte Kraft zusätzlich unterstützen zu lassen. Insbesondere bergauf macht sich dieser Vorteil deutlich bemerkbar. Mit einem E-Rennrad werden kurze, steile Hügel plötzlich zur schnellen Flachpassage. Und der lange Anstieg in den Alpen wirkt auf einmal lange nicht mehr so anstrengend und wird zur spaßbetonten Kletterpartie mit Panoramaaussichten.

Die Idee, Rennräder mit Elektroantrieben auszustatten, ist keineswegs eine neue. Schon im Jahr 2011 zeigte ein deutscher Hersteller ein Rennrad, das mit einem 350 Watt starken Bosch Mittelmotor ausgestattet war und das den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h unterstützte. Im Laufe der letzten Jahre zogen nun zahlreiche weitere Hersteller nach, wie ein Blick in unser aktuelles E-Rennrad-Sortiment auf BIKE24 zeigt: Bekannte Marken wie Bianchi, Cannondale, Specialized oder Trek haben inzwischen allesamt mindestens ein Elektro-Rennrad im Sortiment – und jedes Jahr kommen neue Hersteller und neue E-Rennrad-Modelle dazu.

Rennrad E-Bike: Wie funktionieren Rennräder mit Motor?

Das Funktionsprinzip von E-Rennrädern ist einfach erklärt: Wie beim klassischen E-Bike ist am E-Rennrad ein kleiner Elektromotor verbaut. Dieser entfaltet seine Wirkung entweder als Mittelmotor über das Tretlager oder als Nabenmotor über die Hinterradnabe. Über einen Schalter am Lenker, einen Boardcomputer mit Display oder einen Button am Rahmen des Elektrorenners kann der Fahrer den E-Antrieb zuschalten, wodurch er beim Pedalieren unterstützt wird. Je nach Hersteller stehen dabei verschiedene Unterstützungsstufen zur Verfügung, sodass du jederzeit selbst entscheiden kannst, wie viel Zusatzschub du vom Antrieb bekommen willst. Je nachdem, welche Unterstützungsstufe gewählt ist, leistet der Motor eines E-Rennrades dauerhaft bis zu 250 Watt und schiebt das Rennrad entsprechend an.

Mit diesem zusätzlichen Schub kann auch ein ungeübter Fahrer auf seinem E-Rennrad ohne Probleme durchschnittliche Geschwindigkeiten von 25 bis 30 Kilometer pro Stunde erreichen – und das bei deutlich geringerer Anstrengung als mit einem herkömmlichen Rennrad. Achtung: Wie beim klassischen Pedelec regelt der Motor bei einem Rennrad mit Motorunterschützung bei 25 Kilometern pro Stunde ab. Bei Geschwindigkeiten über diesem Limit musst du also komplett alleine gegen den Wind treten. Für viele E-Rennradfahrer macht allerdings genau das den Reiz eines Elektro-Rennrads aus: Wenn du den Support des E-Antriebs brauchst, schaltest du einfach den Motor hinzu. Und wenn du den Motor nicht benötigst oder die Batterie schonen willst, kannst du den Elektroantrieb jederzeit abschalten. Besonders praktisch: Ist der Motor abgeschaltet, fahren sich leichte E-Rennrad-Modelle mit entkoppeltem Antrieb im Prinzip wie klassische Rennräder.

Welche Vorteile bieten E-Rennräder gegenüber klassischen Rennrädern? Und welche Zielgruppe sprechen sie an?

Alleine diese Flexibilität zeigt bereits einen der großen Vorteile eines Elektro-Rennrades gegenüber einem klassischen Rennrad ohne Antrieb. Gerade für eher ungeübte Fahrer kann der Motor bei steilen Anstiegen oder Passagen mit starkem Gegenwind einen großen Unterschied ausmachen. Aber auch sportlichen Radfahrern bzw. Radfahrerinnen, die ohne E-Antrieb keine Probleme haben, bringt der Elektromotor Vorteile. Die Gründe liegen auf der Hand: Du spürst deutlich weniger, dass du in die Pedale trittst, und musst nicht mehr so viel Kraft aufwenden. So erlaubt dir das Elektro-Rennrad, längere Touren ohne große Ermüdung zu bewältigen. Zudem kannst du auf deinem E-Rennrad auch bei längeren Anstiegen oder Kopfsteinpflaster-Passagen sehr viel schneller fahren als mit einem klassischen Rennrad.

Ein weiterer Vorteil des Rennrad-E-Bikes ist zudem, dass es Leistungsunterschiede in Gruppen ausgleicht. Während sich die starken Fahrer bzw. Fahrerinnen einer Gruppe an einem Anstieg auspowern, können die E-Rennrad-Nutzer bzw. -Nutzerinnen einfach die Unterstützung hinzuschalten oder erhöhen und so am Hinterrad bleiben. Dadurch wird die Gruppe zum einen insgesamt schneller und zum anderen wird die Gruppendynamik durch etwaige Geschwindigkeits-Differenzen nicht gestört.

Einen kleinen Nachteil gibt es bei E-Rennrädern allerdings auch: Durch den zusätzlichen Motor ist das Elektro-Rennrad in der Regel schwerer als ein herkömmliches Rennrad. Hier musst du also abwägen, ob dir die höhere Geschwindigkeit und leichtere Fahrt gegenüber der Wendigkeit und höheren Endgeschwindigkeit eines klassischen Modells wichtiger ist. Auch die mögliche Abhängigkeit von der Reichweite ist – wie bei jedem Elektrobike – zu beachten. E-Rennräder haben mit einer Akkuladung üblicherweise Reichweiten zwischen 50 und 150 Kilometer – je nach Modell, Fahrertyp und Nutzung. Vor dem Kauf eines E-Rennrads solltest du dich also mit den genauen Reichweiten-Angaben vertraut machen. Im Zweifel solltest du einen größeren Akku wählen, um auch weite Strecken ohne Stecker fahren zu können. Manche Hersteller bieten zudem sogenannte Range-Extender an, die unterwegs mitgeführt werden können, und mit denen sich die Akkukapazität vergrößern lässt.

E-Rennräder: Vorteile im Überblick

  • Oftmals höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten
  • Längere Touren werden möglich
  • Leichtes Fahren bergauf
  • Leistungsunterschiede in Gruppen werden ausgeglichen
  • Bei vielen Modellen Fahrgefühl wie bei einem Rennrad ohne Motor

Die verschiedenen Arten von E-Rennrädern

E-Rennrad vs. E-Gravel-Bike

Wie beim klassischen Rennrad gibt es E-Rennräder, die auf das Fahren auf Asphalt ausgelegt sind, und E-Rennräder, die du auch auf holprigem Untergrund oder sogar Schotter fahren kannst. Letztere sind das Elektro-Pendant zum Gravel-Bike und werden daher E-Gravel-Bike genannt. Während das Fahren auf Asphalt mit einem E-Rennrad meist etwas schneller ist, erreichst du mit dem E-Gravel-Bike auch untrainiert auf unebenem Gelände Geschwindigkeiten von über 30 km/h. Aufgrund der vielen Rhythmuswechsel im Gelände, der oftmals wechselnden Streckenbeläge und der allgemein niedrigeren Durchschnittsgeschwindigkeit bei Gravel-Touren haben E-Gravel-Bikes in jüngster Vergangenheit stark an Beliebtheit gewonnen. Wir empfehlen E-Gravel-Bikes dementsprechend allen, die ein vielseitiges E-Rennrad suchen, das auch abseits geteerter Wege Spaß macht. Auf dieser Seite findest du dementsprechend auch eine Auswahl an E-Gravel-Bikes für deine zukünftigen Touren!

E-Rennrad-Motoren

Neben der Unterscheidung zwischen E-Rennrad und E-Gravel-Bike kannst du Elektro-Rennräder auch nach den verbauten Motoren unterscheiden. Wie bereits erwähnt, haben sich am Rennrad mit Motor derzeit vor allem zwei Motorentypen durchgesetzt: der Hinterrad-Nabenmotor und der Mittelmotor. Hinterrad-Nabenmotoren sitzen direkt in den Naben der Hinterräder, während Mittelmotoren im Tretlagerbereich verbaut werden. Die Vorteile von Nabenmotoren sind offensichtlich: kleine, leichte Bauform und nahezu geräuschloser Lauf. Außerdem ermöglichen sie den Rahmenbauern mehr Flexibilität bei der Gestaltung des Rahmendesigns im Vergleich zu den Mittelmotoren, um die der jeweilige Rahmen herum gebaut werden muss. Ein weiterer Vorteil: Beim Nabenmotor wird die Kraft nicht wie beim Mittelmotor über die Kette übertragen. Dadurch ist der Verschleiß der Schaltung gewöhnlich geringer und ihre Langlebigkeit höher. Der bekannteste Vertreter der Nabenmotoren im E-Rennrad-Sektor ist der Mahle Ebikemotion Antrieb.

Mittelmotoren hingegen erlauben durch ihren größeren Bauraum deutlich mehr Platz für Akkus und andere elektronische Komponenten. Außerdem bietet der Mittelmotor gewöhnlicherweise mehr Schubkraft, was insbesondere beim Anfahren – zum Beispiel am Berg – von Vorteil ist. Dadurch wird das E-Rennrad auch zum idealen Begleiter bei langen Bergfahrten. Zu den bekanntesten Vertretern der Mittelmotoren beim E-Rennrad zählen der Bosch Performance CX und der Shimano Steps Antrieb. Auch der Fazua Evation Antrieb kann zur Gruppe der Mittelmotoren gerechnet werden. Sein Antrieb sitzt allerdings hauptsächlich im Unterrohr. Spannend bei dieser Variante ist, dass sich sowohl der Akku als auch der Motor mit einem Handgriff entnehmen lassen. Das Rennrad mit E-Motor wird so im Nu um einiges leichter und lässt sich noch mehr wie ein reguläres Rennrad fahren.

Gibt es E-Rennräder als S-Pedelec?

Eine Frage, die im Zusammenhang mit E-Rennrad-Antrieben und der entsprechenden Motorpower oftmals aufkommt, ist die nach S-Pedelec-Varianten. Gemeint sind E-Rennräder, die bis 45 km/h unterstützen. In der Tat sind diese Modelle noch Raritäten auf dem Fahrradmarkt. Der Grund sind die gesetzlichen Vorgaben, die zum Beispiel eine Lichtanlage oder eine Kennzeichenpflicht beinhalten. Solche Maßnahmen würden nicht zur klassischen Ästhetik eines Rennrades passen, weshalb die Nachfrage nach diesen Modellen derzeit sehr gering ist. S-Pedelecs sind daher mehr in klassischen E-Bike-Kategorien wie etwa bei E-Trekking-Bikes zu Hause.

E-Rennrad kaufen: Welches E-Rennrad ist das richtige für Dich?

Nachdem du nun einen Überblick über E-Rennräder, ihre Funktionen und ihre Antriebsarten bekommen hast, stellt sich natürlich die Frage: Welches E-Rennrad-Modell ist das richtige für dich? Um diese Frage zu beantworten, musst du dir erst einmal klarmachen, was genau du von deinem neuen E-Rennrad erwartest. Möchtest du damit hauptsächlich auf der Straße unterwegs sein, oder ist dir auch eine Fahrt über holprige Waldwege nicht zu wild? Willst du damit hauptsächlich lange Strecken fahren oder genügt dir auch eine kürzere Reichweite? Auch dein Fahrkönnen spielt bei dieser Entscheidung eine Rolle: Ein E-Gravel-Bike mit etwas breiteren Reifen kann beispielsweise einen prima Einstieg in das E-Rennrad-Segment bieten. Bist du dagegen bereits ein auf schmalen Reifen erfahrener, leidenschaftlicher Rennradfahrer und willst in Zukunft mit Motorunterstützung pedalieren, bietet sich ein klassisches E-Rennrad an.

Nachdem du diese Fragen beantwortet hast, solltest du dir den folgenden Punkt durch den Kopf gehen lassen: Was sind meine persönlichen Vorlieben in Sachen Ausstattung? Hier spielt beispielsweise die zuvor genannte Reichweite des Akkus eine Rolle. Aber auch grundlegende Fragen bei der Entscheidungsfindung eines Rennrades kommen zum Tragen: Soll das E-Rennrad zum Beispiel über einen etwas günstigeren Aluminium-Rahmen oder einen Highend-Carbon-Rahmen mit weniger Gewicht und gegebenenfalls mehr Komfort verfügen? Reicht dir eine klassische Schaltgruppe oder willst du lieber eine elektrische Highend-Gruppe mit drahtlosem Gangwechsel? Auch die Vorliebe in Sachen Laufräder – ob mehr Aero mit weniger Luftwiderstand, weniger Gewicht für eine bessere Performance am Berg oder eine Mischung aus beidem – sollte in diesem Schritt geklärt werden. Bei BIKE24 unterstützen wir dich selbstverständlich bei all diesen Fragen. Hierzu findest du auf der jeweiligen Kategorie-Seite unsere informativen Inhalte – etwa zum Thema Rennrad-Laufräder.

Wenn du nun bereits eine Idee hast, welches Rennrad mit E-Motor am besten zu dir passt, solltest du im nächsten Schritt einen Blick auf unsere Angebote werfen. Bei BIKE24 findest du eine große Auswahl an renommierten Herstellern von E-Rennrädern – etwa Bianchi, Specialized oder Trek. Das gilt sowohl für den Bereich E-Rennrad Herren als auch den Bereich E-Rennrad Damen.

E-Rennrad-Kauf: die Checkliste

  • Wie willst du dein E-Rennrad benutzen? Wie lange sollen deine Touren werden? Wie viele Höhenmeter willst du zurücklegen?
  • Auf welchem Terrain wirst du hauptsächlich unterwegs sein? Ausschließlich Straße oder auch Gravel?
  • Wie schätzt du dein derzeitiges Fahrkönnen ein? Bist du eher ein Einsteiger oder ein Rennrad-Vielfahrer bzw. eine -Vielfahrerin?
  • Willst du ein Highend-E-Rennrad aus Carbon oder lieber ein günstigeres Modell aus Aluminium?
  • Welche Vorlieben hast du in Sachen Ausstattung? Willst du eine elektronische oder eine mechanische Schaltgruppe fahren?
  • Wie soll dein E-Rennrad bei den weiteren Komponenten bestückt sein?

E-Bikes Rennrad: Pflege und Wartung

Auch wenn ein E-Rennrad mehr technische Komponenten besitzt als ein gewöhnliches Rennrad, sollte die Pflege und Wartung normalerweise nicht mehr Zeit in Anspruch nehmen. Die grundlegenden Schritte zur Pflege eines Rennrades solltest du allerdings beherzigen. Gemeint sind das regelmäßige Reinigen des Bikes, das Überprüfen von Bremsen und Schaltung sowie der Funktionscheck der Komponenten. Auch hier findest du auf BIKE24 eine große Auswahl an entsprechenden Produkten zur Fahrradpflege – angefangen beim Kettenspray bis hin zum spezifischen Reinigungsmittel für Carbon-Rahmen.

Übrigens: Nach einer Fahrt bei extremen Wetterbedingungen (Schnee, Eis, Regen) sollten der Motor sowie das Unterrohr zum Beispiel vollständig trocknen. Außerdem solltest du dein E-Road-Bike per Smartphone-App für ein Software-Update regelmäßig mit dem Internet verbinden. Nach langen Standzeiten empfehlen wir darüber hinaus, den Akku deines elektrischen Rennrads vor der Fahrt aufzuladen.

Die Rennrad E-volution im Resümee

So, nun weißt du alles, was du über E-Rennräder wissen musst. Wenn du also auf der Suche nach einem neuen Rennrad bist und etwas Unterstützung beim Fahren möchtest, ist ein Elektro-Rennrad genau das Richtige für dich. Wir sind uns im Übrigen sicher: Die Kategorie der E-Rennräder wird in den kommenden Jahren weiter an Beliebtheit gewinnen. Schon bei der heutigen Modellgeneration besteht optisch so gut wie kein Unterschied zum klassischen Road Bike – so platzsparend sind die E-Antriebe inzwischen in den E-Rennern versteckt. Und die technische Entwicklung schreitet stetig voran. Es ist daher keine Überraschung, dass du schon heute mühelos die Bergpässe hinauffliegen kannst, mit ähnlichen Geschwindigkeiten wie die Profis bei der Frankreichrundfahrt – dank dem Elektro-Rennrad.

Übrigens: Sport-Experten erwarten, dass das E-Rennrad in Zukunft auch in gewisser Weise in den Profiradsport Einzug halten könnte. Schon heute gibt es erste Versuche mit E-Rennrad-Rennen, bei denen es nicht nur auf die Leistung in den Beinen, sondern auch auf die kluge Einteilung der Akkukapazität ankommt. Auch für den Wiedereinstieg nach einer langen Verletzungspause wird die Nutzung von E-Rennrädern bei Berufsradfahrern diskutiert.