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Rennrad-Sättel – Welcher Rennrad-Sattel ist der Richtige für dich?

„Ein Radrennfahrer muss seinen Hintern besser pflegen als sein Gesicht.“ Dieses berühmte Zitat des ehemaligen deutschen Radprofis Rudi Altig bringt auf den Punkt, wie wichtig der Sattel am Rennrad ist. Drückt er, kann selbst die schönste Ausfahrt schnell zum Höllenritt werden. Passt er, sorgt er dagegen für ein bequemes Fahrerlebnis über viele Stunden. In diesem Artikel erklären wir dir, welche Varianten an Rennrad-Sitzen es gibt und worauf du beim Kauf eines Rennrad-Sattels achten musst. Weiterlesen

Was ist der Unterschied zwischen einem Rennrad-Sattel und einem herkömmlichen Fahrrad-Sattel?

Eine mit Leder oder Synthetik überzogene Sitzfläche, eine Sattelschale und Sattelstreben zur Montage auf der Sattelstütze – auf den ersten Blick ist der Rennrad-Sattel kaum von einem klassischen Fahrrad-Sattel zu unterscheiden. Bei genauerem Hinschauen entdeckt man aber schnell die kleinen, feinen Unterschiede: So ist der Rennrad-Sattel zumeist schmaler und länger als ein herkömmlicher Fahrrad-Sattel. Außerdem verfügt er über eine flachere Sitzfläche, die es dir ermöglicht, mehr Kraft auf das Tretlager zu übertragen. Rennrad-Sättel sind außerdem oft puristischer aufgebaut als herkömmliche Fahrradsättel, schließlich kommt es beim Schnellfahren auf jedes eingesparte Gramm Gewicht an.

Seine auf Leichtbau optimierte Bauform verleiht dem Rennrad-Sattel oftmals ein unbequemes Aussehen. In der Tat fällt die Polsterung meist dünn aus. Stattdessen sind eine dünne Polsterschicht sowie das bei vielen Modellen flexende Gehäuse die einzigen Dämpfungsmechanismen. Das heißt allerdings nicht, dass Rennrad-Sättel tatsächlich unbequem sind. Wenn Sattelbreite und Form zur Anatomie von Fahrerin oder Fahrer passen – mehr dazu in unserer Ergonomie-Themenwelt – und die eingesetzte Rennrad-Hose eine geeignete Polsterung aufweist, ist auch längerfristig Komfort garantiert. Dies wird außerdem durch die stark nach vorn gebeugte Haltung auf dem Rennrad unterstützt. Durch diese lastet deutlich weniger Gewicht auf den Sitzknochen als bei einem herkömmlichen Fahrrad mit einer aufrechten Sitzposition. Hinzu kommt, dass beim Rennradfahren auch sehr viel Druck auf den Pedalen liegt. Aus diesem Grund ist die Polsterung auf dem Road Bike weniger relevant.

Hier zeigen sich bereits die Vorteile, die Rennrad-Sättel gegenüber klassischen Fahrrad-Sätteln bieten. Der Rennrad-Sattel ist perfekt auf die Bedürfnisse beim sportlichen Biken abgestimmt. Ein zusätzlicher Vorteil des Verzichts auf Federung und Polsterung ist das geringere Gewicht: Wenn weniger getragen werden muss, erhöht sich auch die Leistungsausbeute – insbesondere bergauf.

Welche Typen an Rennrad-Sätteln gibt es?

Doch Rennrad-Sattel ist nicht gleich Rennrad-Sattel. Auf dem Markt gibt es zahlreiche Sattelmodelle und du hast die Qual der Wahl, wenn du den passenden Sattel finden willst. Im Folgenden haben wir dir deshalb die wichtigsten Sattel-Typen zusammengestellt. Damit es dir leichter fällt, den für dich perfekten Rennradsitz zu finden.

Prinzipiell unterscheidet man klassische Allround-Rennrad-Sättel, Racing-Sättel, Zeitfahr-Sättel und Randonneur-Sättel. Ersterer ist ein Sattel, der alle oben beschriebenen, typischen Merkmale eines Rennrad-Sattels aufweist. Er ist leicht, verfügt über ein Minimum an Polsterung und besitzt eine sportliche, puristische Bauform. Im Vergleich zu Allround-Modellen ist die Sattelform von Racing-Sätteln noch etwas aerodynamischer. Gleichzeitig kommt es bei diesen Sätteln auf jedes Gramm Gewicht an, denn ein wettkampforientiertes Rennrad soll schließlich so schnell wie möglich sein. Sie bestehen deshalb meist fast komplett aus Carbon, auch das Sattelgestell ist so gut wie immer aus Carbon gearbeitet. Racing-Sättel können je nach Bauweise weniger als 100 Gramm auf die Waage bringen. 

Zu den Racing-Sätteln zählen übrigens auch spezielle Zeitfahr-Sättel, die genauso beim Triathlon verwendet werden. Ihr stärkstes Erkennungsmerkmal ist die kurze Nase, die dafür sorgt, dass du den Sattel weiter nach vorne schieben kannst, ohne dabei die gültigen UCI-Regularien für Zeitfahrräder zu verletzen. Der Randonneur-Sattel ist wiederum speziell für das Radreisen und lange Touren entwickelt worden. Er ist daher meist bequemer und wird vor allem an Touren-Rennrädern und häufig auch an Gravel-Bikes verbaut.

Welche Sattel-Passform ist die richtige für mich?

Egal, um welchen Einsatzzweck es sich handelt – das Wichtigste ist beim Rennrad-Sattel die Passform. Das Stichwort lautet hier “Sitzknochenabstand”. Denn dieser Abstand entscheidet, welche Sattelbreite für den jeweiligen Nutzer beziehungsweise die jeweilige Nutzerin ideal ist. Viele Hersteller bieten deshalb Sättel in unterschiedlichen Breiten an, oftmals gibt es sogar das gleiche Modell in unterschiedlichen Breiten. WIe du den Sitzknochenabstand problemlos Zuhause vermessen kannst, erfährst du in der BIKE24 Ergonomie Themenwelt.

Eine Besonderheit sind in diesem Zusammenhang Rennrad-Sättel mit Aussparung. Diese sieht aus wie ein zentrales, oval geformtes Loch oder ein Kanal in der Sattelmitte und hat den Zweck, den Dammbereich des Radfahrers zu entlasten. Der Grund dafür ist, dass in dieser Region oftmals Taubheitsgefühle beim Fahren entstehen können. Der Nachteil dieser Sättel ist, dass sich der Druck weniger gleichmäßig verteilt, da er an die Seiten umgeleitet wird.

Rennrad-Sattel Herren vs. Rennrad-Sattel Damen – gibt es Unterschiede?

In diesem Zusammenhang sind auch Rennrad-Sättel für Damen zu erwähnen. In der Tat gibt es bei den Sattelformen Unterschiede zwischen einem Herren-Rennrad-Sattel und einem Damen-Rennrad-Sattel. Die wichtigste Unterscheidung ist hierbei die Breite der Sitzfläche. Die Sitzflächen von Rennrad-Sätteln für Damen sind in der Regel etwas breiter, um sich dem weiblichen Becken besser anzupassen. Außerdem sind die Damen-Rennrad-Sättel oft etwas kürzer als die Rennrad-Sätttel für Herren. Diese Unterschiede gelten allerdings nicht uneingeschränkt, da es auch sehr viele Modelle von Rennrad-Sätteln gibt, die sowohl von Männern als auch Frauen als sehr gut passend empfunden werden.

Wie teuer sind gute Rennrad-Sättel?

Der Preis eines Rennrad-Sattels ist natürlich stark abhängig von der verwendeten Materialqualität und der Bauform. In der Regel sind Rennrad-Sättel bereits ab 50 Euro zu haben. High-end-Sättel können man aber auch bis zu 300 Euro oder mehr kosten. Zusammenfassend lässt sich sagen: gute Rennradsättel müssen nicht unbedingt preisintensiv sein. Fast alle preisintensiven Rennrad-Sättel sind wahre Federgewichte, qualitativ hochwertiger und komfortabler müssen sie aber nicht sein. Letztendlich ist es wichtig, dass der Rennrad-Sattel gut zur eigenen Anatomie und zum persönlichen Fahrstil passt. Dann kann man auch mit einem günstigeren Modell sehr glücklich werden.

Warum sollte ich meinen Rennrad-Sattel regelmäßig überprüfen?

Ein Rennrad-Sattel ist einer der wichtigsten Komponenten am Fahrrad. Er sollte deshalb regelmäßig überprüft und gegebenenfalls neu ausgerichtet oder ersetzt werden. Dabei gibt es zwei Aspekte, die beachtet werden müssen: Ist der Sattel noch gut oder bereits "durchgesessen"? Und ist der Sattel richtig montiert? Besonders beim Radfahren auf langen Strecken ist es wichtig, dass der Rennrad-Sattel gut angepasst ist und keine Schmerzen verursacht. Achtung: Bereits ein um wenige Millimeter falsch montierter Sattel kann zu Haltungsproblemen, Knieschmerzen etc. führen.

Welche Pflege braucht mein Rennrad-Sattel?

In den meisten Fällen ist der Bezug eines Rennrad-Sattels aus Leder oder Kunstleder gefertigt. Damit er lange hält bzw. im Fall von Vollleder-Modellen seine ursprüngliche Form beibehält, sollte er regelmäßig mit einem lederpflegenden Produkt behandelt werden. Zudem solltest du darauf achten, dass der Sattel nicht übermäßig feucht wird, da sonst die empfindlichen Echt-Ledersitzflächen schnell Schaden nehmen können. Bei den meisten Rennrad-Sätteln ist eine regelmäßige Reinigung mit einem feuchten Tuch ausreichend.

Fünf Tipps zur Sattelpflege:

  • Verwende für die Sattelpflege keine scharfen oder chemischen Reinigungsmittel, da diese dem Bezug schaden können.
  • Achte darauf, dass der Rennrad-Sattel nicht übermäßig feucht und wird und nicht übermäßiger Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.
  • Prüfe regelmäßig, ob die Sattelklemmschrauben fest sind; am besten geht das mit einem Drehmomentschlüssel.
  • Wenn du den Rennrad-Sattel längere Zeit nicht benutzt, solltest du ihn regelmäßig mit pflegendem Produkt einreiben, damit er nicht austrocknet oder spröde wird.
  • Im Sortiment von BIKE24 findest du auch Produkte zur Sattelpflege.