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MTB-Tretlager – Darauf kommt es beim Mountainbike-Innenlager an

Die Kurbel knarzt bei jeder Umdrehung, die Achse halt Spiel oder du spürst beim Kurbeln einen rauen Lauf oder Widerstand? Dann musst du vermutlich ein neues Innenlager einbauen. Doch ganz so einfach ist die Sache nicht: In Sachen MTB-Tretlager gibt es zahlreiche verschiedene Modelle und entsprechende Maße. Auf dieser Seite geben wir dir einen Überblick über die gängigen MTB-Innenlager. Weiterlesen

Innenlager am Mountainbike – das Grundwissen

Das MTB Innenlager, auch Tretlager genannt, bezeichnet die beiden Lager, die im Tretlagergehäuse des MTB-Rahmens sitzen und in denen sich wiederum der Kurbelsatz dreht. Da die Lager beim Pedalieren konstant in Bewegung sind, dazu Schlägen und Stößen sowie der Belastung durch Schmutz und Wasser ausgesetzt sind, sind die Innenlager am Mountainbike eines der Verschleißteile, die recht häufig Probleme machen. Es kommt daher auch nicht überraschend, dass sie im Laufe der Zeit zwangsläufig ausgetauscht werden müssen. Allerdings gibt es mittlerweile einige unterschiedliche Standards bei den Kurbelsätzen für Mountainbikes und E-Mountainbikes, und entsprechend gibt es auch unterschiedliche Innenlager. Welches Modell du brauchst, hängt vom Durchmesser der Kurbelwelle (Achse), dem vorgeschriebenen Abstand der beiden Lager zueinander (Gehäusebreite) und dem Lagersitz im Rahmen ab.

Die gängigsten MTB-Innenlager im Überblick:

  • BSA (Hollowtech II / GXP / M24): Weit verbreitet mit der Einführung von Shimanos Hollowtech II Kurbeln, ist dies die Basis für viele moderne Standard-MTB-Innenlager. Andere Hersteller verwenden die Bezeichnung GXP, e13 oder M24. Der Wellendurchmesser kann entweder über die gesamte Länge 24 mm betragen (Hollowtech II / M24) oder 24 mm, die sich am Ende auf 22 mm verjüngen. Die Lager sind in den Tretlagerschalen untergebracht und sitzen außerhalb des Rahmens. Sie haben ein Linksgewinde auf der rechten und ein Rechtsgewinde auf der linken Seite und sind mit 1,37" x 24 TPI gekennzeichnet. Die Gehäusebreite kann bei einem Mountainbike 68, 73, 83 oder 100 Millimeter betragen.
  • Pressfit / BB92: Auch diese Tretlagervariante ist auf Kurbelwellen mit einem Durchmesser von 24 Millimetern (z.B. Hollowtech II) abgestimmt. Allerdings sind die Lager in Kunststoffschalen untergebracht, die direkt im Tretlagergehäuse des Rahmens montiert sind. Die Schalenbreite beträgt beim MTB 89,5 oder 92 Millimeter, der Außendurchmesser der Lager beträgt 41 mm.
  • BB30: Ein offener Standard mit einem Achsdurchmesser von 30 Millimetern. Die Lager, ohne Hülse und Schalen, mit einem Außendurchmesser von 42 mm sitzen direkt im Tretlagergehäuse des Rahmens, was besonders geringe Fertigungstoleranzen erfordert. Der Außendurchmesser der Lager beträgt beim BB30-Standard 42 mm.
  • PF30 / Pressfit T 30: Dieser Tretlagerstandard ist eine Adaption des BB30-Standards (30 Kurbelwelle). Allerdings werden diese Arten von MTB-Tretlagern nicht direkt in den Rahmen gepresst, sondern sitzen in einer Kunststoffschale - so können Fertigungstoleranzen des Rahmens besser ausgeglichen werden. Der Außendurchmesser beträgt 46 mm.
  • Sonderfälle Trek BB90/95: Dieser Rahmenhersteller weicht geringfügig von der üblichen Pressfit-Norm ab, kann aber in der Regel mit Distanzstücken oder Adaptern angepasst werden. Für diesen Sonderfall müssen die Angaben des Herstellers genau beachtet werden. 

Tretlager MTB – Kann ich einen Lagerwechsel selbst durchführen?

Zugegeben: Die Sache mit den Innenlagern ist komplex. Hast du aber erst einmal das richtige MTB-Tretlager gefunden, kannst du es natürlich auch selbst wechseln. Wichtig: Halte dich immer an die Montageanleitung des jeweiligen Kurbelsatzes, für den du die Innenlager tauschen musst. In der Montageanleitung des Herstellers steht auch, ob und welches Spezialwerkzeug du benötigst.
Übrigens: Bei BIKE24 findest du in jedem Fall eine große Auswahl an passendem Fahrrad-Werkzeug. Damit dir dein Tretlager-Wechsel perfekt gelingt.